E-Procurement: Einkaufsprozesse digitalisieren

Christina Peeters
Christina Peeters
3/24/2025

Lesezeit: 5 min.

E-Procurement Titelbild

Dank E-Procurement gehören manuelle Prozesse, Papierdokumente und ineffiziente Bestellabläufe der Vergangenheit an. Wir verraten, wie Sie Ihre Einkaufsprozesse digitalisieren und von mehr Transparenz, reduzierten Kosten und automatisierten Workflows profitieren.

Was ist E-Procurement?

E-Procurement bezeichnet die elektronische Beschaffung von Waren und Dienstleistungen mithilfe digitaler Lösungen. Von der Lieferantensuche über die Bestellung bis zur Rechnungsstellung umfasst es den gesamten Einkaufsprozess. Das Ziel ist es, den Einkauf eines Unternehmens mit Hilfe von E-Procurement-Systemen effizienter, transparenter und fehlerfreier zu gestalten.

7 Vorteile, die eine digitale Beschaffung bietet

1. Zeitersparnis

Schnellere Bestellungen, automatisierte Genehmigungen und nahtlose Rechnungsabwicklung beschleunigen den gesamten Einkaufsprozess.

2. Fehlerminimierung

Digitale Prozesse eliminieren manuelle Eingabefehler und verhindern doppelte Bestellungen.

3. Optimierte Lieferantenbeziehungen

Eine direkte Kommunikation über digitale Plattformen sorgt für effiziente Abläufe und stärkere Partnerschaften.

4. Bessere Planbarkeit

Echtzeit-Einblicke in Bestell- und Lagerdaten helfen, Engpässe frühzeitig zu erkennen und strategisch zu agieren.

5. Mehr Nachhaltigkeit

Durch papierlose Prozesse werden Ressourcen geschont und der CO₂-Fußabdruck reduziert.

6. Kosteneffizienz

Der reduzierte Verwaltungsaufwand und bessere Preisverhandlungen, durch datenbasierte Entscheidungsprozesse, senken die Beschaffungskosten.

7. Compliance und Sicherheit

Automatisierte Prüfmechanismen helfen, gesetzliche Vorgaben und Zertifizierungen effizient einzuhalten.

Welche E-Procurement-Lösungen gibt es?

E-Procurement-Systeme können sich je nach Betreiber und Kommunikationsstruktur unterscheiden. Grundsätzlich lassen sie sich in geschlossene, halboffene und offene Systeme unterteilen: Geschlossene Systeme beschränken sich auf die direkte Kommunikation zwischen zwei Unternehmen, etwa in einer festen Lieferanten-Kunden-Beziehung. Halboffene Systeme werden meist von größeren Händlern betrieben, die ihren Kunden eine Einkaufsplattform zur Verfügung stellen. Offene Systeme gehen noch einen Schritt weiter: Sie ermöglichen einen automatisierten Angebotsvergleich aus verschiedenen Katalogen und sind oft Teil elektronischer Marktplätze.

Zusätzlich gibt es spezialisierte Varianten wie Lieferantensysteme (Sell-Side-Systeme) und Beschaffersysteme (Buy-Side-Systeme). Während beim Sell-Side-Modell der Lieferant die Bestellvorgaben definiert und das System in das Enterprise Resource Planning (ERP) des Kunden integriert wird, steuert beim Buy-Side-Modell das Unternehmen selbst den Einkaufsprozess und verwaltet externe Kataloge.

Eine weitere Form sind elektronische Marktplätze, die als Many-to-Many-Plattformen fungieren. Sie bringen Anbieter und Käufer – meist gegen eine Nutzungsgebühr – zusammen und ermöglichen eine transparente, wettbewerbsorientierte Beschaffung.

Was E-Procurement-Systeme leisten müssen

Bedarfsermittlung und Anforderungsmanagement

Mitarbeitende müssen erkennen, welche Produkte oder Dienstleistungen erforderlich sind, diese anfragen, verwalten und strukturiert erfassen. E-Procurement-Systeme unterstützen diesen Prozess, indem sie Routineaufgaben automatisieren, die Abstimmung zwischen den Beteiligten vereinfachen und Freigabeprozesse beschleunigen.

Lieferantenauswahl und -verwaltung

Sobald der Bedarf feststeht, geht es darum, geeignete Lieferanten zu finden und gezielt zu verwalten. Digitale Beschaffungssysteme bieten umfangreiche Datenbanken, die es ermöglichen, Anbieter nach spezifischen Kriterien zu suchen, zu vergleichen und auszuwählen. Zudem erleichtern sie die Kommunikation mit bestehenden und potenziellen Partnern. Durch eine zentrale, laufend aktualisierte Datenverwaltung behalten Unternehmen stets den Überblick über Lieferantenbewertungen und können fundierte Entscheidungen treffen.

Vertragsmanagement und Verhandlungen

E-Procurement-Systeme ermöglichen es, Vertragsvorlagen und Konditionen zu hinterlegen, wodurch der Abschluss beschleunigt und interne Ressourcen geschont werden. Dazu können digitale Verhandlungs- und Vertragsabschlüsse den administrativen Aufwand minimieren und für einen medienbruchfreien Workflow sorgen – von der ersten Abstimmung bis zur finalen Unterzeichnung.

Bestellprozesse und Beschaffung

Digitale E-Procurement-Lösungen ermöglichen es auch, Bestellungen direkt aus elektronischen Katalogen oder über Einkaufsplattformen an Lieferanten zu senden. Dadurch entfallen manuelle Eingabefehler, während systematisch erfasste Bestelldaten eine reibungslose Beschaffung gewährleisten. So kommen benötigte Waren oder Dienstleistungen ohne unnötige Verzögerungen an.

Rechnungs- und Zahlungsabwicklung

Mit E-Procurement-Software lassen sich Rechnungen digital empfangen, prüfen und automatisch in den Zahlungsprozess überführen. Unternehmen profitieren von einem reduzierten Papieraufwand, einer vereinfachten Datenerfassung und zentralisierten Zahlungsvorgängen. Zudem sorgt eine automatisierte Fristenkontrolle dafür, dass Zahlungen pünktlich erfolgen und unnötige Mahngebühren oder Verzögerungen vermieden werden.

Datenanalyse und Optimierung

Moderne E-Procurement-Systeme erfassen sämtliche Transaktionen und ermöglichen detaillierte Auswertungen entlang des gesamten Einkaufsprozesses. Mithilfe umfassender Analysen lassen sich Optimierungspotenziale identifizieren, Prozesse verbessern und Einkaufsstrategien gezielt anpassen. Zusätzlich helfen regelmäßiges Monitoring und Reporting dabei, Trends frühzeitig zu erkennen und strategische Entscheidungen auf Basis verlässlicher Daten zu treffen.

So digitalisieren Sie Ihren Einkaufsprozess

Der Umstieg auf ein E-Procurement-System und die Digitalisierung Ihres Einkaufsprozesses erfordern eine durchdachte Strategie. Die folgenden fünf Schritte helfen Ihnen bei der Umsetzung.

1. Bedarf analysieren

Welche Prozesse sind zeitaufwendig? Wo entstehen Fehler? Eine genaue Analyse ist der erste Schritt zur Digitalisierung der Beschaffung.

2. Die richtige Beschaffungssoftware wählen

Nicht jede Lösung passt zu jedem Unternehmen. Ein gutes E-Procurement-System sollte skalierbar sein und sich in bestehende IT-Strukturen integrieren lassen.

3. Integration in die digitale Supply Chain

Damit Bestellungen, das Lieferantenmanagement und die Rechnungstellung reibungslos ablaufen, sollte das System mit vorhandenen ERP- und Supply-Chain-Softwarelösungen vernetzt werden.

4. Mitarbeitende schulen

Wie bei jeder Software-Integration hängt auch der Erfolg von E-Procurement-Lösungen von der Akzeptanz der Nutzenden ab. Schulungen können effektiv dabei helfen, den Umstieg einfacher zu gestalten.

5. Prozesse kontinuierlich optimieren

Die digitale Beschaffung erzeugt wertvolle Daten, um die eigenen Einkaufsstrategien gezielt zu verbessern. So kann etwa ein Supply Chain Dashboard dabei unterstützen, alle relevanten Kennzahlen im Blick zu behalten.

E-Sourcing mit dem Supply Chain Dashboard

Ein Supply Chain Dashboard spielt eine zentrale Rolle im E-Sourcing, da es sämtliche Einkaufs- und Logistikprozesse in Echtzeit sichtbar macht. Unternehmen erhalten damit eine datenbasierte Grundlage für bessere Entscheidungen, optimierte Abläufe und eine höhere Lieferkettenresilienz.

Hier kommt auch das Supply Chain Dashboard von Line Up ins Spiel: Es bietet eine umfassende Übersicht über alle relevanten Beschaffungsdaten und integriert sich nahtlos in bestehende E-Procurement-Systeme. Damit ermöglicht es eine präzise Steuerung und Automatisierung von Einkaufsprozessen und unterstützt Unternehmen dabei, Beschaffungsprozesse effizienter zu steuern, Kosten zu senken und Risiken frühzeitig zu identifizieren.

E-Procurement: Digitalisieren Sie Ihren Einkaufsprozess

Die Digitalisierung des Einkaufs ist kein Trend, sondern eine Notwendigkeit. Und das E-Procurement ermöglicht effizientere, kostengünstigere und transparentere Beschaffungsprozesse. Sie möchten Ihre Supply Chain digitalisieren, wettbewerbsfähig bleiben und sich flexibel an Marktveränderungen anpassen können?

Wir helfen Ihnen, die Chancen der elektronischen Beschaffung zu maximieren.

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